Kathmandu, Nepal 2

Am 14.2.20 fliegen wir mit einem Zwischenstopp über Mumbai (sehr schönes Flughafengebäude) wieder zurück nach Kathmandu, kommen mit einer Stunde Verspätung an und müssen ein neues Visum beantragen, das jetzt 50 $ für 30 Tage kostet und somit noch teurer ist ( so viel kostet das indische Visum für ein Jahr), als vor wenigen Wochen. Aber wir werden von Mhindup abgeholt, bekommen ein spätes Abendessen und beziehen wieder unser Zimmer, jetzt hat es nachts immerhin schon 7 Grad.
Mumbai International Terminal
Am nächsten Tag, einem Samstag, der hier ja wie der Sonntag ist, fahren wir mit Mhindup gemeinsam mit mehreren Bussen nach Patan, Lalitpur, welche mit Kathmandu eine Doppelstadt bildet. Wir schauen uns dort den Durbar Square mit seinen Tempeln an. Für den gesamten Bereich bezahlt man 1000 NR, was sich aber wirklich lohnt, denn man braucht schon einige Stunden, bis man all die schönen Anlagen gesehen hat. Auch zurück nehmen wir den Bus und das ist wirklich ein krasses Erlebnis, denn der Bus wird mit Menschen so vollgestopft, wie mitfahren wollen und da die Deckenhöhe in diesem Mini-Van zu knapp ist, müssen sich die Stehenden eben mit ihren Köpfen über die Sitzenden beugen. Und da dauernd Leute ein- oder aussteigen wollen und der Verkehr extrem und der Straßenzustand schlecht ist, braucht man für diese Strecke (8 km) fast zwei Stunden. Sonntags arbeiten wir am Blog, waschen Wäsche und können auch duschen, denn es hat 20 Grad und das Wasser ist durch die Solaranlage auf dem Dach des Hauses aufgewärmt.
Kleinbus, für 9 Personen konzipiert, mit 20 Sitzplätzen und weiteren Stehplätzen
Kreuzung in Kathmandu
Patan Durbar Square
Patan Durbar Square
Patan Durbar Square
Patan Durbar Square
Patan Durbar Square
im goldenen Tempel
Patan Durbar Square
Hähnchenbraterin 😉
Von Montag bis Dienstag machen wir einen Ausflug mit dem Scooter nach Nagarkot (32 km) und dem gleichnamigen Berg (2150m), weil das Wetter gut werden und somit eine klare Sicht auf das Himalayagebirge möglich sein soll. Die Fahrt führt über holprige Pisten mit tiefen Schlaglöchern, vorbei an Frauen bei der Feldarbeit und dann in den Wald hinauf. Je weiter wir hinauf kommen, desto besser wird die Luft und es riecht tatsächlich mal nach Wald. Da oben in dem kleinen Ort gibt es eigentlich nur Hotels für Touristen, wir finden zum Glück eins mit sehr schöner Aussicht auf die Berge (aber alles ist zugezogen). Allerdings auch hier ohne Heizung und warmes Wasser. Wir machen einen kleinen Spaziergang und gehen noch etwas essen. Es ist kalt, die Bewohner wärmen sich auf der Straße an Feuern und alle gehen recht früh schlafen. Der Wetterdienst sagt nach wie vor klare Sicht und gutes Wetter vorher, also stellen wir uns den Wecker, schauen um 6 Uhr morgens aus dem Fenster und…. sehen Nebel! Und so bleibt es bis um 11 Uhr komplett zugezogen, erst dann kommt die Sonne heraus und wir machen uns (ziemlich) enttäuscht ohne einen Blick auf den Himalaya bekommen zu haben auf den Rückweg. Wir nutzen den Scooter, um in die Innenstadt von Kathmandu zu fahren, nach Thamel, das Touristenviertel Kathmandus, mit Bars, Geschäften, vielen Outdoorläden und sogar Bäckereien und Shops mit westlichen Waren (Lindt Schokolade, Haribo, Nutella, Outdoorausrüstung usw.) Hier ist es sogar etwas sauberer, als in der sonst sehr verdreckten Stadt. Durch den Feierabendverkehr auf den Berg zu Mhindups Haus zu fahren, wird zu einer Herausforderung, aber alles klappt gut. Wie immer bekommen wir von seiner Mutter zum Abendessen Reis mit Dal (Linsengericht), Kartoffeln und Gemüse in Currysauce gekocht, oftmals auch mit Omelett. Obwohl es das jeden Tag gibt und nur das Gemüse variiert wird (entweder Spinat, Pilze oder Blumenkohl), schmeckt es uns sehr gut. Seine Mutter bietet uns das auch jeden Morgen zum Frühstück an (die Familie isst das zweimal täglich, übrigens wie fast alle Nepalesen mit der rechten Hand), aber wir bleiben doch lieber bei Müsli und Kaffee und nutzen weiterhin Besteck. Am nächsten Tag packen wir die Fahrräder aus den Kartons, sie sind unversehrt und Alex montiert sie in mehreren Stunden (er wechselt auch die Bremsbeläge aus, ansonsten sind die Fahrräder nach wie vor in einem top Zustand, der hohe Anschaffungspreis hat sich wohl doch gelohnt). Jetzt wird es langsam ernst, mir ist ganz mulmig zumute, muss (oder will) ich doch bald wieder Fahrrad fahren. Leider macht sich jetzt aber wieder mein Quallenstich bemerkbar, meine Nase schwillt an, juckt und brennt und ist voll mit Eiterpusteln. Ich rufe meine Ärztin an und bitte sie um Hilfe, ich soll zunächst Umschläge mit Desinfektionsmittel machen und Antibiotika nehmen. Zum Glück wird es in der Nacht etwas besser und da es evtl. auch Herpes sein könnte, behandle ich den gesamten Bereich noch mit einer Salbe, aber es dauert Tage, bis es abheilt.
Nagarkot
kuscheliger Elektroheizer
Nagarkot im Nebel
Blick auf das Himalayagebirge
Wir nutzen den letzten Tag, um noch ein Paket mit Dingen nach Deutschland zu versenden, die wir nicht mehr weiter herumfahren wollen (die Jeans meiner Tochter und eine von Alex, ein Tarp, eine Hängematte, Teile für die GoPro usw.). Das bedeutet zunächst alles in einen (offenen) Karton zu packen, einen Zettel auszufüllen, den Inhalt des Kartons überprüfen zu lassen, dann zu verschließen, um ihn dann in einen Stoffsack einnähen und alle Ecken mit Siegellack versiegeln zu lassen. Anschließend schreibt man die Adresse darauf, lässt ihn wiegen und bezahlt (in unserem Fall ca. 30€ für knapp 5 kg). Aber das ging alles recht schnell, in einer knappen Stunde sind wir wieder aus dem General Post Office draußen. Danach schauen wir uns noch den Kathmandu Durbar Square sowie den Swayambunath oder auch Affentempel an. Diesen Namen hat er zurecht, denn der Weg hinauf ist gesäumt von (kranken) Affen und es stinkt nach ihren Hinterlassenschaften. Aber die Tempelanlage ist ganz schön. Die Aussicht von oben auf das von Smog verhangene Kathmandu ist…na ja.
Unser Paket wird eingenäht
Die Nähte werden versiegelt
Stromversorgung, mit fast täglichen Stromausfällen, kein Wunder…
Kathmandu City
ganz normale Baustelle
leider verschmutzter Fluss in Kathmandu
Es gibt Fisch, Standard Transportmöglchkeit am Motorschutzbügel
Blick auf Kathmandu vom Affentempel
Swayambunath, Affentempel
Swayambunath, Affentempel
leider spucken auch die Nepalesen (fast) überall hin
Fleischerei
Obwohl ich noch nicht wieder fit bin, entscheiden wir uns samstags die Stadt zu verlassen, da dann weniger Verkehr ist. Bis wir jedoch soweit sind, ist es 12 Uhr mittags, wir werden mit vielen guten Wünschen verabschiedet (dazu bekommen wir von jedem Mitglied der Familie einen traditionellen Schal (Khata) umgehängt, insgesamt vier) und brechen auf. Wir brauchen für die 35 km und 520 Höhenmeter der ersten Etappe bis um 17 Uhr nachmittags. Ich quäle mich durch den doch heftigen Verkehr, schiebe an den steilen Stellen und würde das Fahrrad am liebsten wegschmeißen, es ist so anstrengend und ungewohnt, dazu das ständige Gehupe und die Abgase. Wir fahren, wie auch die meisten Moped -und Fahrradfahrer hier, mit Atemschutzmasken wegen dem Staub und der Luftverschmutzung. Aber oberhalb von Dhulikhel finden wir eine nette Unterkunft mit Aussicht auf die Berge und sind umgeben von Natur. So können wir am nächsten Morgen um 6 Uhr doch noch einen Blick auf das Himalayagebirge werfen.
Blick von Mhindups Dachterrasse
alles gepackt
Abschied
raus aus Kathmandu
Streets of Kathmandu
ein paar Gipfel in der Ferne,
Blick von Dhulikel
Auch die Fahrt am nächsten Tag vom Berg hinunter gewährt uns immer wieder schöne Aussichten auf die Berge. Da aber in den Kurven oft keine Befestigung mehr am Straßenrand ist und es an der Seite oftmals steil hinuntergeht, macht mir meine Höhenangst doch zu schaffen, wenn mich Autos überholen und ich ganz links fahren muss. Am Nachmittag (wir mussten zwischendurch eine Pause wegen heftigem Regen einlegen und hatten Glück uns mit einigen Nepalesen an einem Essensstand unterstellen zu können) kommen wir nach einer sehr schönen Fahrt durch ein Flußtal im „Taj-Resort“ an und können sogar heiß duschen und dort zu Abend essen. Von hier beginnt eine Strecke von 100 km und 3200 Höhenmetern und deshalb stellen wir uns am Tag darauf an die Straße und ich trampe.
BP Highway, teilweise unbefestigt bzw. in Arbeit
Es dauert fast eine halbe Stunde, bis ein Pickup-Fahrer anhält und wir unsere Räder mit allem Gepäck aufladen und zu dritt mit ihm vorne sitzen können. Er sagt, er würde ca. 30 km bis Khurkot fahren, schon auf dieser Strecke ist die Fahrt für mich in jeder Kurve bergaufwärts angsteinflößend, obwohl er gut fährt. Dort angekommen, müssen wir wegen eines Staus anhalten und er erzählt uns, dass einige Kilometer weiter ein tödlicher Unfall passiert sei. Einige Straßen darf er noch an der Polizeisperre vorbei fahren, um seine Lieferung abzuladen, dann dauert es eine Stunde und er sagt uns, er würde jetzt doch bis Bardibas fahren. Als wir ihn fragen, ob er da auch hinmüsse, bejaht er das, wir sind aber nicht sicher, ob sein Englisch für eine richtige Verständigung ausreichend ist. In einer langen Schlange von Autos, Bussen, Jeeps, Kleinbussen und Motorrädern geht es nun Serpentine um Serpentine den Berg hinauf, teilweise wieder ohne Sicherung am Straßenrand. Aus der morgendlichen Hitze entwickelt sich ein Gewitter und oben angekommen regnet und hagelt es. Endlich geht es irgendwann wieder bergab und ich bin so froh, dass wir nach insgesamt fünf Stunden wohlbehalten an unserem Zielort ankommen. Wir sind nicht gerade erfreut, als der Fahrer beim Aussteigen 5000 Rupien von uns haben will, können ihn aber auf weniger als die Hälfte herunterhandeln. Wir finden ein ziemlich abgerocktes Hotel und essen dort auch zu Abend.
Stau am BP Highway
Mitfahrgelegenheit nach Bardibas
Serpentinen
Weiter geht es von Bardibas mit dem Fahrrad ostwärts auf dem vielbefahrenen East-West Highway (die Nebenstraßen sind meist unbefestigt und es gibt keine vernünftige Parallelstrecke) bis Mirchaiya, dort werden wir wieder von einem heftigen Gewitter überrascht und stellen uns im letzten Moment in einer Ladeneinfahrt unter, schauen zu, wie aus dem unbefestigten Straßenrand vor uns innerhalb einer Stunde ein kleiner Bach aus Müll und Dreck wird. In Regenklamotten fahren wir durch den kleinen Ort und finden eine ähnliche Absteige wie gestern, sind aber im Trockenen und essen auch dort wieder zu Abend. Zum Glück haben wir die Isomatten, um sie auf die meistens doch sehr unbequemen und brettharten Matratzen zu legen und die Schlafsäcke, um nicht in der Bettwäsche schlafen zu müssen. Am nächsten Tag haben wir, wie am Vortag auch, schon wieder heftigen Gegenwind und nach 13 km sage ich Alex, dass ich wieder trampen will, er ist sogar einverstanden, ich dachte eigentlich, dass sei gegen seine „Radlerehre“. Es dauert und dauert, aber kein Auto hält und Alex will schon weiterradeln, als sich auch noch die Großfamilie, die hier an der Straße wohnt, zu uns gesellt und Alex unterhält. Ich wünsche mir vom Universum (wie so oft, wenn wir irgendetwas benötigen), dass doch bitte ein passendes Auto mit einem netten Fahrer anhalten und uns bis vor die Tür unseres Zielortes bringen soll. Es dauert keine fünf Minuten und ein Ford Ranger Pickup hält an, die ganze nepalesische Familie drängelt sich mit Alex an das Fenster, um das Gespräch mitzubekommen. Die beiden Männer im Auto fahren genau in unsere Richtung und in Windeseile sind die Räder und alles Gepäck auf der Ladefläche verstaut und wir können auf der Rückbank Platz nehmen. Während der zweistündigen Fahrt erzählt uns der Beifahrer Ang, der von Beruf Straßenbauer ist, dass er schon in Australien gelebt hat und deshalb auch sehr gut Englisch spricht. Er unterhält uns während der gesamten Zeit, erzählt uns, dass es wegen des Wetters nur an zwei Monaten im Jahr möglich sei Straßen zu bauen, dass es dann auch noch Widerstand von der Bevölkerung gäbe, die es nicht für nötig halten würde und sich der Verbesserung gar nicht bewusst wäre. Er sei der Meinung Nepal sei in seiner Entwicklung 150 Jahre zurück und es würde noch Jahrzehnte dauern, bis sich etwas ändern würde. Er findet den Müll überall genauso schrecklich wie wir, ebenso die Tatsache, dass auch viel Flüsse vergiftet seien, findet es unmöglich, dass auch die Nepalesen überall hinspucken und sogar in der Hauptstadt Kathmandu die Straßen so schlecht seien. Er vergleicht sein Land mit dem Iran und meint, dass die Korruption hier mindestens genauso schlimm sei und viel zu wenig getan werden würde, um Nepal für die Touristen und die aktuelle Aktion „Visit Nepal 2020“attraktiv zu gestalten. Und dass die Bevölkerung aber alles hinnehme und oftmals gar keine Veränderung wolle. Wir sind froh, dass er das über sein Land sagt, denn es entspricht z. T. unserer Meinung (jedoch sehen wir es nicht ganz so krass wie er) und wir dachten, wir seien vielleicht zu empfindlich und einfach anderes gewohnt. Auch sagt er, wir sollten uns nicht wundern, wenn die Leute uns wie Aliens anstarren würden, sie seien so einen Anblick einfach nicht gewohnt. Sein Fahrer und er fahren uns tatsächlich bis vor die Tür (ca. 105 km) des „Koshi Tappu Wildlife Ressorts“, das sie selbst gar nicht kennen und deshalb sehen wollen. Nachdem wir ausgestiegen sind und uns verabschiedet haben, kommen wir dort in einer kleinen Hütte unter. Es ist schönes Wetter, so haben wir noch Zeit einen Spaziergang durch das Dorf zu machen, das noch sehr archaisch wirkt, aber leider auch sehr vermüllt ist. Hier wird der Kuhdung mit den Händen auf Holzleisten geklebt, um ihn in der Sonne trocknen zu lassen, als Brennmaterial zum Kochen und Heizen . Wir wollen die Elefanten anschauen, die es in diesem kleinen Naturreservat geben soll, bevor es dunkel wird. Deren Anblick ist frustrierend, zwei Elefantenbullen und drei Elefantenkühe stehen dort mit ihren Babys, ihre Fußketten sind an den Vorderbeinen allerdings so eng, dass sie keinen Schritt machen können, so schaukeln sie mit ihren Köpfen (Hospitalismus) und suchen nicht einmal mehr den Kontakt zu ihren Kindern. Der Wärter fragt uns, ob wir einen Ausritt machen wollen, wir lehnen dankend ab. Wir überlegen einen kurzen Abstecher in den nahegelegenen Koshi-Tappu Nationalpark zu machen, der Eintritt beläuft sich für Touristen auf 1500 Rupien (12€), Einheimische bezahlen nur 100 Rupien, ein kurzer Blick in das hinter einem Damm liegende Areal wird uns von bewaffnetem Personal verwehrt, auch ein Nachlass für ein „Kurzzeitticket“ (in einer Stunde wird es dunkel) wird abgelehnt, so lehnen auch wir kopfschüttelnd ab und gehen zurück in unsere Unterkunft. Wir hatten uns auf eine ruhige Nacht gefreut, aber am Abend schallt eine Art Sprechgesang oder Gebete mit Musik durch die weithin hörbaren Lautsprecher, später gesellt sich das Geheule der Hunde (oder auch Menschen, wir sind uns nicht ganz sicher) dazu und so ist bis in die frühen Morgenstunden kaum an Schlaf zu denken.
unbefestigte Straßen mal nicht staubig
neugierige Nepalesen
Ang und sein Kollege beim Abladen, vielen Dank!
Landleben
Schneiderei
Brennstäbe aus Kuhmist
nein man, ich will noch nicht aufstehen….
Unterkunft beim Koshi-Tappu Nationalpark
Tags darauf fahren wir mit den Rädern fast 80 km mit viel Verkehr und durch stressige Städte bis nach Damak. In dem dortigen Hotel lernen wir einen netten, nepalesischen Pilzzüchter kennen (Shitake Pilze, er meint sie könnten sogar Krebs heilen), der uns sagt, wir hätten in die Berge gehen sollen, nur dort sei es in Nepal schön. Am nächsten Tag beeilen wir uns, denn wir wollen raus aus Nepal und so sind wir mittags tatsächlich an der Grenze, müssen uns aber zunächst den Ausreisestempel in Immigrationsbüro holen, um auf der anderen Seite des Flusses in Indien den Einreisestempel zu bekommen. Das alles zieht sich über zwei Stunden. An einer Straßenbude kocht uns eine nette Nepalesin noch schnell Nudeln für unsere letzten nepalesischen Rupien und dann sind wir Indien. Wenn auch die Nepalesen meist nur wenig Gefühlsregung zeigen, so haben uns doch viele gewunken, den Daumen hoch gezeigt oder sind mit ihrem Moped langsam neben uns gefahren, um uns zu fragen, wo wir herkommen. Lachende und winkende Kinder am Straßenrand, strahlende LKW-Beifahrer, wenn sie uns überholt haben und oft auch die Frage, ob sie uns weiterhelfen können, haben uns schöne Momente beschert. Und das Essen ist sehr schmackhaft, auch wenn wir unterwegs oftmals das gleiche wie in Kathmandu gegessen haben, aber zur Abwechslung an den Straßenständen Samosa (mit Kartoffeln und Masala gefüllte Teigtaschen) und Momo (mit Gemüse gefüllte Tortellini ähnliche Teigtaschen). Die Armut hier ist z. T. schon krass und so lässt keiner seine Kühe auf der Straße herumlaufen, sie sind dafür zu wertvoll und werden vor dem Haus gehalten. Auch essen die Nepalesen gerne Fleisch, wie wir an den vielen Fleischständen sehen konnten. Wir sind froh nach über 500 km Nepal verlassen zu können, denn es ist kein geeignetes Land zum Fahrradfahren, zu viel Verkehr, Luftverschmutzung, Müll, Gestank, Straßen in schlechtem Zustand und Stress. Von der Natur haben wir nur wenig mitbekommen und die Flüsse, Bäche und Teiche sind so voller Müll, dass wir davon krank werden würden und das lädt auch nicht gerade zum Zelten ein. Ob das in Indien besser wird?
Sand zum Bauen wird aus dem Fluss geholt
Nette Nepalesin kocht uns Nudeln

5 Antworten auf „Kathmandu, Nepal 2“

  1. Vielen Dank, Ihr Fleißigen, für Euren tollen Beitrag. Ja, es ist lang her, dass ich in Nepal und Indien war – offensichtlich zu besseren Zeiten. In Nepal haben wir uns von der Armut Indiens erholt. Statt Pastiktüten gabs Reispapier, statt Plastikbechern niedrig gebrannte Tontassen. Nach Gebrauch wurde alles zum Zugfenster rausgeschmissen u verrottete in der Landschaft….
    Und sooo viel Smog gabs auch nicht. Aber Armut…..
    Also viel gute Begegnungen und Erfahrungen wünscht Euch
    die Friederike

    1. Hallo Ike,
      Danke für deine Nachricht.
      Reispapier, Bananenblätter und Ton wären uns auch lieber gewesen.
      Lieben Gruß, Alex

  2. Wie immer ganz großes Kino. Corona bedingt habe ich alles mit viel Zeit Eure Berichte , Fotos & Videos genossen.
    Ich hoffe so, dass Eure Reise, trotz Corona für Euch weitergeht. Wir drücken alle die Daumen.
    Haltet uns auf dem Laufenden. Weiter so und viele Grüße Ingo

    1. Lieber Ingo,
      Vielen Dank und viele liebe Grüße Im Moment befinden wir uns in Sydney und wünschen auch Euch allen alles Gute!

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